Wien Marathon 2015 – Raceday – und ich bin das erste Mal seit Jahren nicht am Start.
Zwei Gründe gibt es für mich : vor zwei Wochen bin ich in Bratislava den Halbmarathon in 1:53 gelaufen und in einem Monat bin ich beim IRONMAN 70.3 in St. Pölten am Start. Daher will ich meine Energie eher ins Training stecken als mich bei Wettbewerben zu sehr zu fordern.
Ich bin daher an verschiedenen Punkten der Strecke gestanden und habe versucht, Freunde und Bekannte in dem riesigen Pulk der Läufer zu finden. Bei einigen hat es geklappt, bei anderen wiederum nicht…
Statt zu laufen hatte ich die Kameraausrüstung mit und versuchte, zumindest die Spitzenläufer und die Bekannten zu fotografieren.
Beginnen wir bei Kilometer 2 am Praterstern :
Der hohe Favorit und Sieger 2014 Getu Feleke ist im ersten Pulk. Mit ihm läuft Lemma Sisay – er wird den Wien-Marathon 2015 gewinnen.
Knapp hinter der Spitze läuft unser österreichisches Aushängeschild Christian Pflügl mit seinen Tempomachern und Trainingspartnern.
Christian Pflügl will bei diesem Marathon versuchen, das Limit von 2:15 h für die Marathon-Weltmeisterschaft in Peking zu erreichen.
Bei Kilometer 10 am Stubenring ist Getu Feleke noch immer in der Spitzengruppe. Leider musste er bei Kilometer 17 wegen Hüftproblemen aussteigen.
Mit ihm im Spitzenfeld läuft der spätere Sieger mit der Nummer 2 – Lemma Sisay
Auch unser österreichischer Topläufer Christian Pflügl befindet sich noch knapp hinter der Spitze. Leider muss er wegen Wadenproblemen bei Kilometer 29 aussteigen.
Knapp dahinter die Siegerin des Wien-Marathons 2014 – Anna Hahner
Dann befinden wir uns auch schon bei Kilometer 40 am Schwarzenbergplatz. Der Sieger Lemma Sisay läuft mit großem Vorsprung dem Ziel entgegen. Leider war er durch die Begleitfahrzeuge, Motorräder und Fahrräder abgeschirmt und ich konnte ihn nur mehr von hinten erwischen.
Sein Siegerzeit : 2:07:31
Und dann kam die erste Frau – die Schweizerin Maja Neuenschwander mit einer Siegerzeit von 2:30:09
Die Vorjahressiegerin Anna Hahner lief auf dem Schwarzenbergplatz noch „Kampflinie“ über die Schienen und wurde 5. mit genau 41 (!) Sekunden Rückstand. Ein wahnsinnig enges Rennen bei den Frauen.
Bester Österreicher wurde der Tiroler Simon Lechleitner auf dem 12. Platz mit einer Zeit von 2:25:53
Und zum Abschluss gibts noch die Ergebnisse :
Herren :
1. Sisay Lemma (ETH) 2:07:31 Stunden
2. Duncan Koech (KEN) 2:12:14 Stunden
3. Siraj Gena (ETH) 2:12:48 Stunden
4. Hosea Kipkemboi (KEN) 2:13:47 Stunden
5. Zuleimen Simotwo (KEN) 2:14:42 Stunden
6. Lkhainouch El Hassane (FRA) 2:14:43 Stunden
7. Beraki Beyene (ERI) 2:16:43 Stunden
8. Roman Prodius (MDA) 2:20:07 Stunden
9. Temesgen Gurmessa (ETH) 2:21:55 Stunden
10. Mikhail Krassilov (KAZ) 2:22:58 Stunden
12. Simon Lechleitner (AUT / LG Decker Itter) 2:25:53
Damen :
1. Maja Neuenschwander (SUI) 2:30:09
2. Agnes Mutune (KEN) 2:30:19
3. Esther Chemtai (KEN) 2:30:32
4. Caroline Chepkwony (KEN) 2:30:36
5. Anna Hahner (GER) 2:30:50
6. Rene Kalmer (RSA)2:33:21
7. Fate Tola (ETH) 2:34:43
8. Katarina Beresova (SVK) 2:36:20
9. Christine Kalmer (RSA) 2:39:16
10. Noriko Higuchi (JPN) 2:42:05
17. Natalia Steiger (Leichtathletik Mittelburgenland) 3:08:37 (beste Österreicherin)